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Gebäudeinterne Infrastruktur

Glasfaserfähigkeit wird jetzt verbindlich

Bild Gebäudeinterne Infrastruktur

Was bedeutet „glasfaserfähig“ konkret?

 

Mit dem Inkrafttreten der EU-Gigabit-Infrastrukturverordnung rückt ein Begriff besonders in den Fokus: glasfaserfähig.
Doch was bedeutet das konkret für Gebäude – jenseits von Schlagworten und technischen Mindestdefinitionen?

Gerade in Neubau- und Sanierungsprojekten zeigt sich, dass „glasfaserfähig“ häufig missverstanden oder zu eng ausgelegt wird. Dabei entscheidet die gebäudeinterne Infrastruktur maßgeblich darüber, ob Gigabit-Anschlüsse effizient, flexibel und wirtschaftlich genutzt werden können.

 

1. Glasfaserfähig heißt nicht: überall Glasfaser

Ein verbreitetes Missverständnis:
„Glasfaserfähig“ bedeutet nicht, dass jedes Daten-Kabel im Gebäude aus Glasfaser bestehen muss.

Vielmehr geht es darum, dass:

  • die physische Infrastruktur (Leerrohre, Steigzonen, Trassen)
  • die Zugangspunkte
  • und die Verkabelungsstruktur

so ausgelegt sind, dass Glasfaser ohne aufwändige bauliche Eingriffe installiert, erweitert oder ausgetauscht werden kann.

 

2. Der Zugangspunkt – eine zentrale Rolle

Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern spielt der Zugangspunkt des Gebäudes eine entscheidende Rolle.
Er bildet die Schnittstelle zwischen öffentlichem Netz und gebäudeinterner Infrastruktur.

In der Praxis zeigt sich:

  • Ist der Zugangspunkt schlecht platziert oder unzureichend dimensioniert, schränkt man sich für die Zukunft ein.
  • Eine saubere Definition der Übergabepunkte erleichtert nicht nur den Netzanschluss, sondern auch den Betreiberwechsel.

 

3. Planung ist entscheidend – vor allem im Bestand

Während sich im Neubau viele Anforderungen vergleichsweise gut umsetzen lassen, ist der Bestand deutlich anspruchsvoller.

Typische Herausforderungen:

  • Fehlende, zu kleine oder unfachmännisch verlegte Leerrohre
  • unklare Dokumentation bestehender Infrastrukturen
  • begrenzte Platzverhältnisse

 

Hier zeigt sich: Glasfaserfähigkeit ist keine reine Materialfrage, sondern das Ergebnis einer vorausschauenden, technologieoffenen Planung.

 

4. Unser Praxisblick

Aus der Projekterfahrung von DELTA Electronics wissen wir:
Zukunftsfähige Gebäudenetze entstehen dort, wo Glasfaser-und Koaxkabel zusammengedacht werden – mit klaren Schnittstellen und langfristiger Perspektive.

Wer frühzeitig plant, vermeidet spätere Mehrkosten und schafft die Grundlage für flexible Netznutzung über viele Jahre hinweg.

 

Fazit

„Glasfaserfähig“ ist kein starres technisches Label.
Es beschreibt die Fähigkeit eines Gebäudes, heutige und zukünftige Netzanforderungen wirtschaftlich abzubilden.

  • Genau hier liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung der EU-Gigabit-Infrastrukturverordnung.
     

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